Bauberatung  in Niedersachsen

Haus nachhaltig bauenBei der Nachhaltigkeit handelt es sich um einen der wichtigsten "Trends" der letzten Jahrzehnte. Sie besitzt sowohl eine ökologische wie auch eine soziale Dimension und untersagt kurz und knapp, irreversible Änderungen an der Umwelt vorzunehmen, die negative Einflüsse auf die folgenden Generationen ausüben würden. Die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen wichtig ist, hat selbstverständlich auch nicht vor dem Hausbau halt gemacht, wo ein massiv wachsender Markt durch nachhaltiges Bauen bedient werden will und Bauherren darauf immer größeren Wert legen. Für den Hausbau bedeutet diese Entwicklung insbesondere, dass nur regenerative Rohstoffe eingesetzt und diese nur in einem Umfang verwendet werden, den die Umwelt selbst wieder reproduzieren kann. Somit wird auch zukünftigen Generationen durch nachhaltiges Bauen eine lebenswerte und intakte Umwelt erhalten. Diese neuen Konzepte beim Hausbau sind für die Klimaziele der Industrienationen notwendig, denn innerhalb der EU entfallen auf den Gebäudebestand 40 % des gesamten Energieverbrauchs.

Was bedeutet nachhaltiges Bauen?

Ziel ist es, eine effiziente Nutzung von Energie und eingesetzten Ressourcen durch eine an Nachhaltigkeitsgrundsätzen ausgerichtete Bauweise zu erreichen, die Gesundheit der Bewohner und Nutzer zu schützen sowie Abfall und andere Umweltbelastungen so weit wie möglich zu vermeiden. Dies soll über den gesamten Lebenszyklus des Hauses erreicht werden, also vom Beschaffen der notwendigen Materialien bis hin zum Abriss und dem Recycling der einzelnen Bestandteile, wenn das Haus nicht mehr bewohnt werden soll. Bereits vor dem Bau müssen daher nachhaltige Rohstoffe ausgesucht werden, die auch am Ende ihres Lebenszyklus' schadstofffrei entsorgt oder in Recyclingkreisläufe rückgeführt werden können und mit denen sich trotzdem die ambitionierten Energieeinsparziele erreichen lassen. Die Materialien sollten möglichst ohne lange Transportwege angeliefert und platzsparend an hierfür umweltverträglichen Standorten zusammengesetzt werden. Wichtige Grundlage, um nachhaltig bauen zu können, ist das Wissen um die Wechselwirkungen zwischen Mensch und  Ökosystem, um das Gebäude in einen Stoffkreislauf einzugliedern.

Energieerzeugung als Teil der Nachhaltigkeit beim Hausbau

Es wird also deutlich, dass nachhaltiges Bauen eine hochwertige Planung von der ersten Minute an fordert. Der gesamte Lebenszyklus muss berücksichtigt werden, und dieser wird bei massiv gebauten Wohngebäuden auf immerhin 50 bis 100 Jahre angesetzt. Nicht zuletzt heißt nachhaltiges Bauen jedoch auch, während dieser Lebensdauer eines Gebäudes einen möglichst ausgeglichenen Energiehaushalt herzustellen, weshalb passive Maßnahmen wie beispielsweise eine Dämmung durch nachhaltig erzeugte Energie flankiert werden sollten. Anstatt Strom und Gas von den Stadtwerken zu beziehen, kommen beispielsweise Solarzellen zum Einsatz, die die gleichen Aufgaben übernehmen und zusätzlich von biogenen Brennstoffen (z. B. Holzpellets) unterstützt werden können. Bestenfalls erreicht man durch nachhaltiges Bauen den Standard eines Passivhauses, das komplett autark ist und eine gesunde und qualitativ hochwertige Wohnumgebung für die Nutzer bietet. Zudem werden die Betriebskosten des Gebäudes gesenkt, was bei den stetig steigenden Energiepreisen zukünftig eine immer größere Rolle spielen wird.

Wie gut funktioniert nachhaltiges Bauen beim Massivhaus?

Die Massivbauweise steht beim Hausbau für die Nutzung von (Stahl-) Beton oder Mauerwerk für Wände und Decken sowie Dachziegeln oder Stahlbeton für das Dach. Die Wände sind dabei, wie der Name bereits nahelegt, sehr massiv und tragen die über ihnen liegenden Gebäudeteile. Auch Blockhäuser, die durch ihre Holzbauweise in besonderem Maße umweltfreundlich und gesundheitsschonend sein können, werden zu den Massivhäusern gezählt. Ein Massivhaus ist von seinem Grundkonzept bereits deutlich besser mit Nachhaltigkeitszielen vereinbar als beispielsweise Leichtbauhäuser.
Massiv errichtete Wände besitzen hier von sich aus eine hervorragende Wärmeisolierung und lassen sich unkompliziert durch Modernisierungsmaßnahmen weiter in ihrer Nachhaltigkeit verbessern. Die Dächer eines Massivhauses haben eine hohe Tragfähigkeit und können daher ideal mit Konzepten zur Förderung der Nachhaltigkeit, wie beispielsweise einer Begrünung oder der Monatge von Solarzellen, vereint werden. Wer nachhaltig bauen möchte, sollte also gleich von Beginn an massiv bauen - dies ist zukunftssicher und die beim Massivbau eingesetzten Rohstoffe lassen sich unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit beschaffen.

Nachhaltiges Bauen sollte Ihnen auch im Interesse Ihrer Kinder am Herzen liegen, schließlich werden sich diese irgendwann einmal mit Ihrem Haus auseinanderzusetzen haben. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob das Eigenheim später saniert, umgebaut oder abgerissen wird. Je mehr Möglichkeiten es gibt, die Hausbestandteile wiederzuverwenden, umso nachhaltiger haben Sie gebaut. Nachhaltiges Bauen lohnt sich also nicht für Sie, sondern auch für die nachfolgenden Generationen.

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