Bauen in Niedersachsen

Haus im Weserbergland bauenManche Politiker behaupten immer noch, die Rente sei sicher – aber welche Bürger glauben ihnen noch? Sicher ist, dass ein Massivhaus, gebaut Stein auf Stein, auch in Zukunft seinen Wert behält! Das Eigenheim als günstige Form der Altersversorgung ist daher für immer mehr Menschen ein Ziel, das sie in ihrem Leben erreichen wollen. Um diesen Traum zu verwirklichen, sollten Sie sich als Bauherr an einen zuverlässigen Anbieter wenden, bei dem hohe Qualität und die Orientierung an Ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen. Immer öfter hört man Berichte über Pfusch beim Hausbau, Ärger beim Durchsetzen von Gewährleistungsansprüchen und andere Horrorgeschichten.
Für Bauinteressenten ist es daher unabdingbar, sich an einen seriösen, erfahrenen und zuverlässigen Hausanbieter zu wenden, für den eine verbraucherorientierte Beratung und eine freie Hausplanung selbstverständlich sind. Genau solche Hausanbieter haben dann auch zuverlässige Unternehmen für den Hausbau, und preiswert bauen können Sie dennoch! Billigangebote sind beim Bauen ohnehin Augenwischerei, weil der Billigste selten der Beste ist!  Einen seriösen Hausanbieter erkennt man schon während des ersten Gesprächs. Es ist nämlich ein erheblicher Unterschied, ob man einem Hausverkäufer oder einen Bauberater gegenübersitzt. Bei uns erhalten Sie aber nicht nur eine kundengerechte Beratung, sondern auch eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Bauplanung von einem unserer Architekten.

Wir können nicht nur schöne Einfamilienhäuser planen und bauen, sondern auch Doppelhäuser oder Bungalows. Neben der Hausform können auch der Grundriss und sogar die Fassade bei uns frei gewählt werden. Es kommt hier eben nur auf die eigenen Vorstellungen an und darauf, was Grundstücksbeschaffenheit und Baurecht zulassen. Bei uns erhalten Sie auch hierzu die beste Beratung. Wahrscheinlich werden Sie Ihr Haus nicht ohne eine Baufinanzierung bauen können. Dafür benötigen Sie natürlich auch einen Teil an Eigenkapital, wobei in der Regel auch der Lohnanteil Ihrer  Eigenleistungen bei der Kreditvergabe mit angerechnet wird. Wir  ermöglichen Ihnen ganz unproblematisch den Hausbau mit Eigenleistungen. Dafür bieten wir Ihnen den Hausbau als Ausbauhaus oder sogar als Rohbau an. Wenn Sie die entsprechenden Eigenleistungen dann fachgerecht erbringen können, sparen Sie einen erheblichen Anteil an Baukosten. Sie sehen also, mit uns entscheiden Sie sich für den individuellen Hausbau nach Maß.

Hier finden Sie unsere Planungsbeispiele und womöglich auch die Basis für Ihr Architekten-Massivhaus:

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Für den individuellen Hausbau können die vorhandenen, von Architekten entworfenen Grundrisse und Pläne individuell auf Ihren Geschmack und alle Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Sollten Sie schon Grundrisse für Ihr künftiges Massivhaus haben, dann kalkulieren wir auch gern auf dieser Grundlage. Wenn dann der Preis im guten Verhältnis zur Leistung steht, dürfte Ihnen Ihre Entscheidung nicht mehr schwer fallen: Unsere Preise orientieren sich an einer aussagekräftigen Baubeschreibung, sodass Sie nicht mit überraschenden Aufpreisen für "ganz normale" Bauleistungen rechnen müssen.

Hausbau im Weserbergland

Beim Weserbergland handelt es sich um eine Mittelgebirgslandschaft zu beiden Seiten der Weser, deren höchster Punkt 527,8 Meter über dem Meeresspiegel liegt und die drei Bundesländer Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen einschließt.Die in dieser Region liegenden Höhenzüge sind neben dem Solling mit 527,8 Meter Höhe das Wesergebirge, der Süntel, die Ottensteiner Hochfläche, der Vogler, der Reinhardswald sowie der Bramwald. Im Solling befindet sich mit dem Naturpark Solling-Vogler die größte zusammengehörende Waldfläche des Weserberglands, die sich im Süden mit dem Kaufunger Wald vereinigt.

Kultur
Eine spezifische Architektur, genannt die 'Weserrenaissance', entwickelte sich hier zwischen den Jahren 1520 und 1640 und gibt der Region ein eigenes Ambiente. Als berühmtestes Bauwerk für diesen Stil gilt die Hämelschenburg in Emmerthal bei Hameln, die im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt wurden Figuren wie der Rattenfänger von Hameln, Baron Münchhausen oder der berüchtigte Doktor Eisenbarth. In Eschershausen wurde der Schriftsteller Wilhelm Raabe geboren. Weiter sind im Weserbergland zahlreiche Märchen der Gebrüder Grimm zu Hause, die ebenfalls ihren Weg rund um den Erdball fanden.

Mit den Universitäten in Göttingen und Hildesheim genießt die Region international eine sehr gute Reputation.

Tourismus

Neben dem bereits erwähnten Naturpark ist der sich über etwa 500 Kilometer hinziehende Weser-Radweg an den Ufern der Weser von nicht geringer touristischer Bedeutung. Der Köterberg mit seinem Ausblick bis zu 80 Kilometer Entfernung ist ein beliebtes Ausflugsziel für Motorradfahrer. Ebenso zu erwähnen wäre das Deutsche Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen sowie das Motorrad-Museum, das sich in Wickensen befindet.  Neben dem Tourismus weist die Region weite Flächen für die Land- und Forstwirtschaft auf sowie Betriebe zur Weiterverarbeitung dieser Produkte. Die Porzellan-Manufaktur fertigt in Fürstenberg seit dem Jahre 1747 ihre Erzeugnisse und exportiert sie in die ganze Welt.

Landkreise im Weserbergland

Zum Weserbergland zählen die Landkreise Göttingen, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Minden-Lübbecke, Northeim und Schaumburg.

Landkreis Göttingen

Als südlichster Landkreis Niedersachsens umfasst der Landkreis Göttingen die Stadt Göttingen sowie deren äußeres Gebiet bis zur niedersächsisch-hessischen Grenze. Der Landkreis wird von den Landkreisen Kassel in Hessen, Northeim und Osterode Harz, dem Landkreis Eichsfeld in Thüringen, dem Landkreis und der kreisfreien Stadt Kassel sowie vom hessischen Werra-Meißner-Kreis umschlossen. Zum Landkreis Göttingen gehören die Städte Göttingen, Duderstadt und Hann. Münden.

Göttingen
Die Universitätsstadt Göttingen ist die sechstgrößte Stadt Niedersachsens mit einer Fläche von 116,89 km². Von den mehr als 120 000 Einwohnern sind etwa 20 % Studenten. Das Leben in Göttingen wird stark von der Georg-August-Universität sowie mehreren Fachhochschulen, Akademien und außerdem Instituten der Max-Planck-Gesellschaft geprägt. Aufgrund der Tatsache, dass aus Göttingen 45 Nobelpreisträger stammen, wird dieser Umstand gerne das 'Göttinger Nobelpreiswunder' genannt. Daneben verfügt Göttingen über zahlreiche weitere wissenschaftliche Einrichtungen wie zum Beispiel das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Göttinger Zentrum für Molekulare Biologie oder die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung. Zwei Naturschutzgebiete zur Erhaltung gefährdeter Lebensräume hat Göttingen ebenfalls aufzuweisen, wovon eines (Stadtwald Göttingen und Kerstlingeröder Feld) 1193 Hektar und das zweite (Naturschutzgebiet Bratental) 115 Hektar umfasst.

Duderstadt
Duderstadt befindet sich im Südosten Niedersachsens und sein mittelalterliches Stadtbild ist von etwa 600 Bürgerhäusern aus unterschiedlichen Stil-Epochen geprägt, wobei die Mehrzahl der Gebäude aus Fachwerkhäusern besteht. Darunter befindet sich das Rathaus, das als eines der ältesten Deutschlands gilt. Weiter sind zu erwähnen die Stadtkirchen Sankt Servatius und Sankt Cyriakus, der Westerturm mit seiner auffällig gedrehten Spitze sowie die restaurierte Stadtmauer. Aufgrund der fruchtbaren Böden des Umlandes wird dieses schon seit dem Mittelalter die 'Goldene Mark' genannt. Wirtschaftlich kann Duderstadt auf etwa 518 ansässige Unternehmen verweisen, wobei der Anteil des verarbeitenden Gewerbes und Bau und Energie etwa 42 Prozent ausmacht. Das Areal Duderstadts beläuft sich auf 95,62 km² bei einer Einwohnerzahl von etwa 21 610.

Hannoversch Münden
Die Drei-Flüsse-Stadt, deren offizielle Schreibweise Hann. Münden lautet, liegt an der Grenze zu Hessen im südlichen Niedersachsen und verfügt über ein Areal von 121,12 km² bei einer Einwohnerzahl von etwa 24 400. Hann. Münden ist bekannt durch das Grab des wandernden Arztes Doktor Eisenbarth, der während eines Aufenthaltes in Münden verstarb. Alexander von Humboldt soll angeblich Hann. Münden für einen der sieben schönsten Plätze der Welt erklärt haben. Als südlichste Stadt Niedersachsens hat Hann. Münden eine lange Tradition als Garnisonsstadt, die bis zur ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nachgewiesen ist. Hann. Münden kann auf eine Reihe von Auszeichnungen für sein Stadtbild verweisen. So wurde etwa die Goldmedaille beim Bundes-Wettbewerb für Stadtgestaltung und Denkmalschutz an Hannoversch Münden verliehen. Die Altstadt Mündens weist im historischen Stadtkern mehr als 700 restaurierte Fachwerkhäuser auf und kann mittelalterliche Kirchen sowie das 'Welfen-Schloss' und das historische Rathaus vorweisen. Touristen stehen mehr als 20 Pensionen und Hotels zur Verfügung, worunter sich drei Drei-Sterne-Hotels und zwei Vier-Sterne-Hotels befinden. Dazu existieren zahlreiche Ferienhäuser und Privat-Unterkünfte sowie eine Jugendherberge, drei Campingplätze, ein Stellplatz für Wohnmobile und ein Naturfreunde-Haus.

Landkreis Hameln-Pyrmont

Die Region im Weserbergland im südlichen Niedersachsen wurde etwa 50 nach Christus erstmals in der Grabinschrift eines römischen Offiziers, nahe dem schweizerischen Basel, erwähnt.
Der Landkreis Hameln-Pyrmont entstand aus einem Zusammenschluss der Kreise Hameln und Pyrmont im Jahre 1922 und umfasst die Städte Hameln, Bad Pyrmont, Bad Münder am Deister und Hessisch Oldendorf.

Hameln
Als Kreisstadt des Landkreises Hameln-Pyrmont liegt Hameln südwestlich von Hannover im Zentrum des Natur-Parks 'Weserbergland-Schaumburg-Hameln' an der Weser. Hameln zählt etwa 57 350 Einwohner, die sich auf einem Areal von 102,3 km² verteilen. Die ältesten Spuren einer Besiedelung im heutigen Gebiet Hamelns reichen zurück bis in die Steinzeit, wobei unklar ist, ab wann sich auf dem Altstadtgebiet erste dörfliche Strukturen entwickelten. Der sächsische Graf Bernhard ließ gemeinsam mit seiner Frau Christina in Hameln (802 oder 812) eine Kirche in Tilithigau errichten, die nach dem Tod des Paares im Jahre 826 an die Reichsabtei Fulda überging. Berühmtestes Kind Hamelns ist ohne Zweifel der 'Rattenfänger', dessen Geschichte bis in die Zeit des Spätmittelalters zurückgeht und weltweit Bekanntheit erlangte. Hameln ist mit der Symbolfigur des Rattenfängers ein nicht unbedeutender Teil der Deutschen Märchenstraße. Entlang den Hauptstraßen bietet Hameln mit einer großen Anzahl prächtiger Fachwerk- und Steinhäuser ein fast geschlossenes historisches Stadtbild, wobei die Osterstraße und der Pferdemarkt den unumstrittenen Mittelpunkt der Altstadt repräsentieren. Besondere Beachtung sollte beispielsweise dem Stiftsherrenhaus von 1558 gewidmet werden, das über einen reichen Figurenschmuck verfügt und dessen Giebel unüblicherweise nicht zur Straße zeigen. Ebenso seien das Rattenfänger-Haus von 1603 mit seinem reich verzierten Giebel sowie die letzte Wesermühle, die 'Pfortmühle', die als ehemalige Wassermühle im Stil des Deutschen Kaiserreichs gebaut wurde, erwähnt.

Bad Pyrmont
Das niedersächsische Staats- und Kurbad genießt mit seinen zahlreichen Kureinrichtungen internationale Beachtung. Gelegen an der niederländisch-deutschen Oranier-Route, leben auf einer Fläche von 61,96km² 20 650 Einwohner. Der Ort ist seit den Jahren 1556/57 bekannt, als aus dem gesamten Europa etwa 10 000 Menschen kamen, um an einer 'wundertätigen Quelle' von ihren Gebrechen geheilt zu werden.
Den Namenszusatz 'Bad' erhielt Pyrmont 1914. Bad Pyrmont besitzt einen der schönsten deutschen Kurparks mit der größten Palmen-Anlage nördlich der Alpenregion. Ebenso einmalig ist die bekannte 'Dunsthöhle', in der natürliche Kohlensäure an die Oberfläche dringt. Erwähnenswert sind auch der Tierpark, der Hirschpark und der Friedrichspark sowie die Hünenburg, die sich auf dem Westgrat des Königsberges befindet. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Schellenturm und die Schellenburg.

Bad Münder
Bad Münder liegt an der Bundesstraße 442 im Deister-Süntel-Tal inmitten der Gebirgszüge Deister und Süntel und wird durchflossen von der Hamel. 17 330 Einwohner leben auf 107,69 km². Erstmals erwähnt wurde der Ort 840 unter dem Namen 'Munimeri'. Schon früh war die Heilkraft der dortigen Schwefel-, Sole- und Bitterquellen bekannt, sodass Mönche vermutlich aus diesem Grunde aus dem 50 Kilometer entfernten Minden zu Fuß anreisten. In einer Urkunde des Kaisers Konrad II. aus dem Jahr 1033 wird Münder als 'Munnere' erwähnt. Zu den Sehenswürdigkeiten Bad Münders zählen unter anderem der Söltjer-Brunnen in der Fußgängerzone, die Ziegenbuche im Deister, der Süntel-Turm und die Bergschmiede im Süntel. Weiter finden sich das Museum im Wettbergschen Adelshof sowie das Deutsche Stahlmuseum im Ortsteil Eimbeckhausen.

Hessisch Oldendorf
Zum Zweck einer besseren Unterscheidung im Post- und Bahnverkehr wurde dem Namen Oldendorf im Jahre 1905 der Zusatz 'Hessisch' vorangestellt. Hessisch Oldendorf gehörte damals noch zu der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Es liegt 13 Kilometer nordwestlich Hamelns und wird durchzogen von der Deutschen Märchenstraße sowie dem Weserradweg. Die Fläche Hessisch Oldendorfs beträgt 120,38 km² bei einer Einwohnerzahl von 18 830. Datiert wird die Gründung des Ortes auf die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. 1977 wurde Oldendorf, das bislang unter dem Namen 'Oldendorf unter der Schaumburg' bekannt war, in den Landkreis Hameln-Pyrmont aufgenommen. Zu besichtigen ist unter anderem die 1250 erbaute evangelische Stadtkirche St. Marien, die 1886 erneuert und 1965 renoviert wurde. Besonderheiten der Kirche sind ein Bronzebecken sowie ein Abendmahlbild aus dem Jahre 1590 und zwei Tafeln aus dem 17. Jahrhundert, die die Kreuzigung darstellen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Münchhausen-Hof, der 1585 von den Freiherren von Münchhausen erbaut wurde.

Landkreis Hildesheim

Durch den Übergang von der Norddeutschen Tiefebene zum Mittelgebirge ist dieser Landkreis im Süden Niedersachsens auf reizvolle Weise landschaftlich geprägt. Durch die Zusammenlegung der Stadt Hildesheim mit den Landkreisen Hildesheim-Marienburg und Alfeld (Leine) wurde dieser Landkreis im Jahre 1977 gegründet. Bedeutende industrielle Unternehmen von Weltrang haben neben vielfältigen Mittelstandsbetrieben ihren Sitz im Landkreis Hildesheim. Neben der Erzeugung und Verarbeitung von Papier, dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und Logistik kommt auch die Landwirtschaft dank des überaus fruchtbaren Bodens in nicht geringem Ausmaß zum Tragen. Zum Landkreis Hildesheim gehören die Städte Alfeld (Leine), Bad Salzdetfurth, Bockenem, Elze, Hildesheim und Sarstedt sowie mehrere Samtgemeinden.

Alfeld
Als zweitgrößte Stadt des Landkreises Hildesheim hat sich Alfeld freiwillig mit anderen Städte und Gemeinden des südlichen Niedersachsens zur Region Leinebergland zusammengeschlossen. Bei einer Fläche von 72,86 km² zählt Alfeld etwa 19 930 Einwohner. Es wird vermutet, dass die Gründung Alfelds als Stadt parallel zur Gründung der Hildesheimer Dammstadt verlief und ihr die Stadtrechte zwischen den Jahren 1220 und 1258 verliehen wurden. Geprägt ist das Bild der Altstadt von Fachwerkhäusern, die mehrheitlich aus dem 19. Jahrhundert stammen. Somit ist Alfeld ein Teil der Deutschen Fachwerkstraße. Zu erwähnen ist hier beispielsweise die Alte Lateinschule aus dem Jahre 1610, die mit zahlreichen geschnitzten Tafeln verziert ist. Ein weiteres beachtenswertes Bauwerk ist das Planetenhaus aus dem Jahre 1608, das auf geschnitzten Tafeln die sieben Planeten sowie die fünf Sinne zeigt. Ein Bauwerk der besonderen Art befindet sich im Ortsteil Langenbolzen: Es ist das einzige 'Schnarchmuseum' der Welt und präsentiert rund 400 Ausstellungsstücke vom 18. Jahrhundert bis heute, die sich alle um das Thema Schnarchen drehen. Eine weitere Besonderheit ist das unter Denkmalschutz stehende 'Fagus-Werk: Auch wenn es seit Juni 2011 UNESCO-Weltkulturerbe ist, wird dort dennoch täglich gearbeitet. Eine Ausstellung über Schuhmoden und Holz wird im ehemaligen Lagerhaus gezeigt.

Bad Salzdetfurth
Bad Salzdetfurth liegt im Einzugsgebiet der Innerste und wird von der Lamme durchflossen. Es zählt etwa 13 530 Einwohner und breitet sich über eine Fläche von 67,11 km² aus. Es wurde erstmals im Jahre 1194 urkundlich als 'Detfurth' erwähnt und man vermutet, dass bereits zu jener Zeit Salzsieder dort ihrem Handwerk nachgingen. Der Salzabbau wurde allerdings im Jahre 1992 eingestellt. Durch mehrere Bahnhöfe im Stadtgebiet sowie die nahen Bundesstraßen 243 und 6 ist Bad Salzdetfurth mit Hildesheim und anderen Orten gut verbunden. Im Kurpark finden sich zwei Gradierwerke und seit dem Jahre 2012 eine Kleingolf-Anlage. Nahe der Sankt-Georgs-Kirche informiert ein Museum über die Geschichte der Region und über den Salz- und Kali-Bergbau. Der örtliche Kunstverein stellt im Kunstgebäude Werke namhafter europäischer Künstler aus, und das Altstadtfest lädt Verbände und Vereine zur sogenannten 'Drei-Tage-Kur' ein.

Bockenem
Bockenem liegt im Zentrum der Landschaft Ambergau und hat in seiner Kernstadt rund 6 000 Einwohner, während sich die Gesamtzahl mit allen angeschlossenen Stadtteilen bei einer Fläche von109,04 km² auf fast 11 000 beläuft. Der Ort wurde erstmals im Jahre 1154 in einer Schenkungs-Urkunde als Bokenhem genannt und ging 1314 durch Kauf in den Besitz Heinrichs II. Von Waldenberg über. Nach der Stiftsfehde im Jahre 1523 war Bockenem Teil des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel und gelangte erst wieder im Jahre 1643 zurück zum Hochstift Hildesheim. 1887 erhielt Bockenem durch den Bau der Bahnstrecke Derneburg-Seesen einen Anschluss zur Bahn, der allerdings im Jahre 1990 beziehungsweise 1995 wieder stillgelegt wurde. Ein Turmuhren-Museum sowie die Sankt-Pankratius-Kirche finden sich in der von Fachwerkhäusern geprägten Altstadt unmittelbar am Markt. Der Verein für Heimatkunde Ambergau betreut das Turmuhren-Museum und hat besonders im Baltikum und in Ost-Europa einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht.

Elze
Elze ist Mitglied im freiwilligen Zusammenschluss von Städten und Gemeinden zur Region Leinebergland und befindet sich im westlichen Teil des Landkreises Hildesheim. Gelegen an der Leine, bietet Elze einen Blick auf die Poppenburg, die Klosterkirche Wittenburg sowie auf das Schloss Marienburg. Bei einer Fläche von 47,71 km² beheimatet Elze etwa 8 870 Einwohner. Besiedelt wurde Elze schon vor dem Jahr 800 und war seit dieser Zeit Sitz eines Bistums für Ostfalen, das von Karl dem Großen gegründet wurde. Im Jahre 815 verlegte Ludwig der Fromme dann den Bischofssitz nach Hildesheim. Drei Viertel der Stadt wurden bei einer Feuersbrunst im Jahre 1824 zerstört, jedoch anschließend wieder aufgebaut. Auf den Bahn-Verkehrsstrecken Hameln-Hildesheim und Hannover-Göttingen ist Elze einer der Verkehrsknotenpunkte. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt der im Rundbogenstil erbaute Bahnhof, der von 1853 bis 1854 von Conrad Wilhelm Hase entworfen wurde. Ebenfalls sehenswert sind das Heimatmuseum und der Stadtpark.

Hildesheim
Die Kreis- und größte Stadt des Landkreises gleichen Namens bildet eines von neun Oberzentren des Landes und ist Universitätsstadt und Bischofssitz des Bistums Hildesheim. Hildesheim zählt etwa 103 000 Einwohner auf einem Areal von 92,96 km². Karl der Große ließ um 800 in Elze ein Bistum für Ostfalen errichten, das 815 von Ludwig dem Frommen im heutigen Hildesheim neu gegründet und der Mutter Maria gewidmet wurde. Das Stadtgebiet Hildesheims hat sieben Naturschutzgebiete, darunter den Gallberg, den Haseder Busch undden Osterberg. Sehenswert ist das Dommuseum Hildesheim, das den Domschatz sowie weitere kirchliche Kunstwerke ausstellt. Eine weltweit bekannte Sammlung alt-ägyptischer Kunstschätze wird im Roemer- und Pelizaeus-Museum ausgestellt. Das Museum besitzt außerdem eine überaus bemerkenswerte Peru-Sammlung sowie andere naturwissenschaftliche und völkerkundliche Schätze. Die verschiedenen Epochen Hildesheims werden im Stadtgeschichtlichen Museum dokumentiert. Architektonische Sehenswürdigkeiten sind die Jakobikirche in der Hauptgeschäftsstraße, die Kirche Sankt Andreas mit ihrem hoch aufragenden Turm, die Michaeliskirche und der Mariendom. Die letzten beiden Sakralgebäude wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft. Am Galgenberg ist der 1905 errichtete Bismarckturm, der einen weiten Blick auf Hildesheim und das Umland gewährt, zu besichtigen.

Sarstedt
Sarstedt an der Innerste ist mit einer Einwohnerzahl von etwa 18 500 auf 42,94 km² eines der Mittelzentren des Landkreises Hildesheims. In zahlreichen Tongruben in und um Sarstedt wurden immer wieder Fossilien hummerartiger Krustentiere aus dem Erdzeitalter der Unterkreide ausgegraben. Auch Überreste des Neandertalers und des Homo erectus wurden in der Region nachgewiesen, sodass Sarstedt der nördlichste europäische Punkt ist, an dem Reste der menschlichen Vorfahren entdeckt wurden. Ebenfalls nachgewiesen wurde eine dauerhafte Besiedlung der Region, die vor bereits 7 000 Jahren einsetzte. In der Zeit des 19. Jahrhunderts war Sarstedt durch Landwirtschaft und Kleingewerbe geprägt und erhielt im Jahre 1929 offiziell den Status einer Stadt. Im Jahr 1302 wurde erstmalig die Wassermühle Malzfeldt genannt. Diese Mühle wird seit 1965 als Wasserkraftwerk genutzt und beherbergt ein Mühlen-Museum, das nach Anmeldung besichtigt werden kann. Das Sarstedter Kulturzentrum befindet sich im 'Haus am Junkerhof' und enthält eine historische Apotheke sowie eine Seilerwerkstatt zur Besichtigung.

Landkreis Holzminden

Der Landkreis Holzminden im südlichen Niedersachsen grenzt an die Landkreise Höxter und Lippe (Nordrhein-Westfalen), Hameln-Pyrmont, Hildesheim und Northeim. Gelegen sowohl im Weserbergland als auch im Leinebergland, prägt ein Waldanteil von etwa 45 % sein Landschaftsbild. Auf eine Fläche von 692,55 km² verteilen sich etwa 72 500 Einwohner. Der Landkreis gehört seit 1992 dem Regional- und dem Landschaftsverband Südniedersachsen an und befindet sich seit 2000 in einer regionalen Entwicklungskooperation mit den Landkreisen Schaumburg und Hameln-Pyrmont, die den Namen Weserbergland-Region trägt. Der Landkreis Holzminden ist außerdem Mitglied im Weserbergland-Tourismus-Verein, der seinen Sitz in Hameln hat. Lagebedingt hat der Landkreis nur einen verhältnismäßig geringen Teil  landwirtschaftlicher Flächen, dafür aber einen über dem Durchschnitt liegenden Waldanteil. Zum Landkreis Holzminden zählen die Samtgemeinden Bevern, Bodenwerder-Polle, Boffzen, Eschershausen und Stadtoldendorf sowie die Stadt Holzminden und der Flecken Delligsen.

Holzminden
Holzminden, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, liegt an der Weser und ist Mitglied der Region Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Die Stadt hat etwa 19 940 Einwohner auf einem Areal von 88,24 km². Urkundlich erstmals 832 als Holtesmeni oder Holtesmini erwähnt, soll der Name sich von einem altgermanischen Wort für 'Bach' (Menni) ableiten, wobei hier allerdings nicht das heutige Holzminden, sondern der Ort des heutigen Altendorf gemeint war. Die Bestätigung über das Stadtrecht erhielt Holzminden im Jahre 1245 durch Otto von Everstein. Sehenswert ist das 1609 erbaute Haus am Kollberg, das wegen der zeitweiligen Anwesenheit des Feldherrn Tilly im Jahre 1625 'Tilly-Haus' genannt wird. Ebenfalls einen Besuch wert sind die 1837 erbaute historische Hafen- und Werftanlage sowie der Wilhelm-Raabe-Brunnen aus dem Jahre 1927.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Reichspräsidenten-Haus, das 1929 erbaut wurde und dem im Jahre 1961 ein Glockenspiel hinzugefügt wurde, das Städtische Torhaus aus dem Jahre 1922, das Haus des Handwerks und einer der ältesten norddeutschen Marktplätze mit Brunnen aus dem Jahre 1891. Eine Besonderheit dürfte der sogenannte 'Duftende Stadtrundgang' sein: Bei diesem Rundgang werden an insgesamt 15 Duftstellen interessante Informationen zum jeweiligen Duft und Standort übermittelt. Dieser 'Duftrundgang' zeichnet mit verantwortlich, dass Holzminden seit dem Jahre 2003 als Stadt der Düfte und Aromen benannt ist. Wirtschaftlich wird die Holzminden von verschiedenen Arten der Industrie und einem internationalen Zentrum der Riech- und Geschmacksstoffe getragen. Die im MDAX notierte Firma Symrise belegt bei der Produltion von Duftstoffen weltweit den dritten Platz.

Bodenwerder
Die Kleinstadt Bodenwerder ist seit dem Jahre 2011 anerkannter Erholungsort und verfügt über eine Fläche von 28,92 km² bei einer Einwohnerzahl von rund 5 550. Bekannt wurde der zwischen Hameln und Holzminden liegende Ort insbesondere durch den 'Lügenbaron' Karl Friedrich Hieronymus von Münchhausen, der hier geboren wurde und auch seinen langjährigen Wohnsitz hatte. Etwa 960 entstand auf einer Weserinsel eine Marktsiedlung, die 1245 von Ritter Heinrich II. von Homburg gekauft wurde. 1287 verlieh der Ritter dieser Siedlung die Stadtrechte. Dort ließ ein Vorfahr des Lügenbarons das Herrenhaus errichten, in dem später sein Nachfahre seine phantasievollen Geschichten zum Besten geben sollte. Die Stadt Bodenwerder erwarb 1935 das Herrenhaus, das bis heute als Rathaus genutzt wird. Darin erinnert ein zu besichtigendes Zimmer an den bekanntesten Sohn des Ortes.

Eschershausen
Eschershausen ist eine Kleinstadt im nördlichen Landkreis Holzminden und liegt umgeben von mehreren bewaldeten Mittelgebirgszügen an der fischreichen Lenne. Rund 3 450 Einwohner leben auf einer Fläche von 23,87 km². Erstmals 1054 als 'Ascgereshuson' genannt wird vermutet, dass die Siedlung bereits im 8. Jahrhundert zur Zeit der Sachsenkriege gegründet wurde. Stadtrechte erhielt Eschershausen im Jahre 1833. Der deutsche Schriftsteller und Erzähler Wilhelm Raabe, dem 1901 die Ehrenbürgerschaft verliehen wurde, ist wohl die bekannteste und berühmteste Persönlichkeit Eschershausens. Die Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das Geburtshaus von Wilhelm Raabe aus dem Jahre 1828, das Wilhelm Raabe-Denkmal von 1931, die Marienkirche, deren Saalbau im Rokoko-Stil aus dem Jahre 1746 stammt und über einen romanischen Westturm verfügt, die Worthbrücke über die Lenne und die Geburtshäuser von Otto Elster Journalist und Historiker) und Ludwig Kubel (Schriftsteller).

Stadtoldendorf
Stadtoldendorf ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf und liegt bei einer Einwohnerzahl von 5 460 auf 24,86 km² am Rande des Naturparks Solling-Vogler. Ursprünglich Oldendorp genannt, wurden dem Ort von Heinrich von Homburg im Jahr 1255 die Stadtrechte verliehen, sodass es zum heutigen Stadtoldendorf kam. Die Leinweberei entwickelte sich in Stadtoldendorf gegen Mitte des 18. Jahrhunderts, ab dem Jahre 1864 wurde mit der Erschließung von Gipssteinvorkommen begonnen. Aus dem früheren Handel mit Leinen wurde 1873 ein eigener Wirtschaftszweig, der an 40 Webstühlen 70 Mitarbeiter beschäftigte. Der erste Gipssteinbruch wurde 1938 in Betrieb genommen, 1972 begann die Produktion von Gipsplatten am Standort Stadtoldendorf. Interessante Bauwerke sind beispielsweise der Försterbergturm, der aus dem 13. Jahrhundert stammt und als hoch aufragendes Wahrzeichen Stadtoldendorfs gilt, sowie das Alte Rathaus aus dem Jahre 1875, der Ratskeller von 1621, das Leitzenhaus, Reste der Stadtmauer sowie die älteste Hofstelle der Stadt, der Camphof.

Landkreis Minden-Lübbecke

Der durch Zusammenschluss der beiden Kreise Minden und Lübbecke entstandene Landkreis wird wegen seiner vielen Windmühlen auch der 'Mühlenkreis' genannt. In diesem Kreis leben auf einer Fläche von 1 152,21 km² rund 317 000 Menschen. Als einziger Landkreis Niedersachsens hat Minden-Lübbecke auch östlich der Weser größere Gebietsanteile und ist landschaftlich vor allem durch Agrarwirtschaft geprägt. Die Städte Bad Oeynhausen, Espelkamp, Lübbecke, Minden, Petershagen, Porta Westfalica, Preußisch Oldendorf und Rahden zählen zum Landkreis Minden Lübbecke.

Bad Oeynhausen
Bad Oeynhausen liegt am südlichen Rand des Wiehengebirges an der Mündung von der Werre in die Weser und ist eine Kurstadt des Kreises Minden-Lübbecke. Mit einer Fläche von 64,8 km² bietet Bad Oeynhausen etwa 48 020 Einwohnern Platz. Zum größten Teil zum Naturraum der Ravensberger Mulde gehörend, sind im Gebiet Bad Oeynhausens nur geringe Waldflächen, während die fruchtbaren Böden intensiv landwirtschaftlich genutzt werden. Durch Zufall wurde 1745 ein hoher Salzgehalt in einem Morast entdeckt, was König Friedrich den II. veranlasste, den Bau der 'Königlichen Saline Neusalzwerk' voranzutreiben. Der Schweinebrunnen im Stadtzentrum erinnert heute an diese Anfänge des Salzabbaus. Ab 1830 wurde auf dem Gebiet des heutigen Kurparks nach weiteren Salzvorkommen gesucht. Stattdessen stieß man jedoch im Jahre 1845 auf eine Thermalquelle, deren Heilkräfte schnell erkannt wurden und die der Beginn der Zeit der ersten Thermalbäder am Ort war. Zu den Sehenswürdigkeiten Bad Oeynhausens gehört unter anderem das 'Jordansprudel' genannte Wahrzeichen Bad Oeynhausens, bei dem es sich um eine der weltweit größten Thermalsolequellen handelt. Das Deutsche Märchen- und Wesersagen-Museum ist eine weitere Attraktion. Zahlreiche klassizistische und neobarocke Gebäude wie das Kaiserpalais, zwei Badehäuser und das Wasserschloss Ovelgönne zählen ebenfalls zu den Attraktionen Bad Oeynhausens.

Espelkamp
Espelkamp im Regierungsbezirk Detmold liegt nördlich des Wiehengebirges in der Norddeutschen Tiefebene und hatt keine markanten Berge oder sonstige Höhen. Auf einem Areal von 84,16 km² leben etwa 25 110 Menschen. Der Ort wurde erstmals 1229 in einer Urkunde des Bischofs von Minden als 'Aspelekampe' erwähnt und wurde im 20. Jahrhundert zu einem Hort für Kriegsflüchtlinge und dann als geplante Siedlung für Immigranten und Vertriebene. Im November 1972 wurde das 'Neue Theater' eröffnet, um nach 30jähriger Nutzung für eine Dauer von sieben Monaten renoviert und schließlich 2002 wieder eröffnet zu werden. Seit 1995 zeigt das Deutsche Automatenmuseum eine Sammlung von mehr als 1 000 Münzautomaten aus aller Herren Länder. Ein sogenannter 'Tante-Emma-Laden' mit Naschwerk, Wäsche und Kolonialwaren wird im 'Alten Laden' gezeigt. Landwirtschaftliche und handwerkliche Gerätschaften aus der Zeit des 19. Jahrhunderts werden in der 'Brammeyerschen Scheune' ausgestellt. Zu besichtigen ist das Schloss Benkhausen, das westlich des Ortsteils Gestringen liegt. Weiter zu erwähnen ist die 1818 errichtete Fachwerk-Kapelle Alte Klus in Frontheim, die über einen Glockenreiter sowie einen dreiseitigen Chor verfügt. Möglichkeit zur Erholung bieten die Große und Kleine Aue sowie die Moore in Frontheim.

Lübbecke
Die Stadt Lübbecke liegt am nördlichen Hang des Wiehengebirges und ist Teil des ost-westfälischen Regierungsbezirks Detmold. Lübbecke nimmt eine Fläche von 65,05 km² ein und hat rund 25 700 Einwohner. Ein Großteil Lübbeckes liegt in der Norddeutschen Tiefebene, während lediglich die südlichen Stadtgebiete zum Norden des Wiehengebirges ausgerichtet sind. Der Heidbrink mit 320 Metern, der Wurzelbrink mit 319 Metern sowie der Kniebrink mit 315 Metern sind die höchsten Erhebungen. Im Jahre 775 wurde der Ort erstmals in den fränkischen Reichsannalen als Hlidbek erwähnt. Das Stadtrecht wurde Lübbecke 1279 durch den Bischof Volquin von Schwalenberg verliehen. Lübbecke bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. So zeigt das Brauerei-Museum 'Barre's Brauwelt' die Geschichte des Bierbrauens sowie der Brauerei. Auf dem Wurzelbrink findet sich der Wartturm aus dem 19. Jahrhundert. Einmal jährlich spendet der 'Bierbrunnen' am Burgmannshof zum Anlass des Bierbrunnenfestes Bier der Brauerei Barre. Lübbecke hat mit dem Wiehengebirge Anteil am Naturpark TERRA vita, verfügt über die Bestauwiesen und das Große Totfmoor, das Westfalens größtes Hochmoor darstellt. Mit mehr als 10 Prozent des Flächenanteils an ausgewiesenen Naturschutz-Gebieten hat Lübbecke einen landes- und bundesüberdurchschnittlichen Prozentsatz an geschützten Flächen. Zahlreiche Rad- und Wanderwege runden das Bild der Region ab und laden zur Erholung in der Natur ein.

Minden
Minden liegt an der Weser im Regierungsbezirk Detmold und ist  die viertgrößte Stadt Ostwestfalen-Lippes sowie historisch-politisches Zentrum im Mindener Land. Bei einer Fläche von 101,08 km² hat Minden rund 82 000 Einwohner. Gegründet wurde die Stadt gegen 800 und war bis zur Reformation Hauptstadt des Hochstifts Minden sowie Bischofssitz des Bistums Minden. Minden ist heute bekannt durch das Wasserstraßenkreuz, an dem sich die Weser und der Mittelland-Kanal in einem Bauwerk kreuzen. In Minden befinden sich zahlreiche Weserrenaissance-Bauten sowie der Mindener Dom, der ein wichtiges architektonisches Wahrzeichen Mindens ist. Das Kabarett 'Mindener Stichlinge' wurde 1966 gegründet und hat den Ruf des ältesten deutschen Amateur-Kabaretts. Mit dem Preußen-Museum sowie dem Mindener Museum hat Minden neben dem Kommunal-Archiv zwei bedeutende Museen aufzuweisen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Westfälische Mühlenstraße, die die zahlreichen Wasser-, Wind- und Rossmühlen im Kreis Minden-Lübbecke verbindet. Ebenso sehenswert ist die Mindener Museumseisenbahn, die aufgrund ihrer preußischen Tradition weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannt ist. Rund um den Dom in der Altstadt sind das Alte Rathaus aus dem 13. Jahrhundert mit seinem Laubengang, das wahrscheinlich älteste westfälische Steinhaus, außerdem die Alte Münze sowie das Proviant-Magazin sowie das Schloss Haddenhausen. Auf dem Gelände des Alten Friedhofs befindet sich der sehenswerte Botanische Garten, und eine Parklandschaft (ehemaliges Glacis) breitet sich als 'Grüne Lunge' rund um den Stadtkern aus.

Petershagen
Petershagen, dessen Stadtgebiet im Nordosten des Kreises Minden-Lübbecke liegt, verläuft zu beiden Seiten der Weser. Dort leben rund 25 500 Einwohner auf einem Gebiet von 211,95 km². Damit ist Petsrhagen die flächengrößte Stadt im Kreis Minden-Lübbecke. Besiedelt wurde der Ort bereits nachweisbar in der Altsteinzeit und der Bronze- und Eisenzeit. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurden von sächsischen Siedlern die ersten Ortschaften gegründet. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Petershagen 784 unter dem Namen Huculvi. Für die Jahre 1654 bis 1656 sind Hexenverfolgungen in Petershagen bestätigt. Petershagen hat mit 11 Mühlen Anteil an der Westfälischen Mühlenstraße. Arbeit und Leben ehemaliger Heringsfänger der Mittelweser werden im Heimat- und Heringsfängermuseum dokumentiert. Die alten Gebäude der Gernheimer Glasmacherei beherbergen eine Glashütte, in der neben dem Glashüttenturm aus dem Jahr 1826 auch eine Korbflechterei zu besichtigen ist. Im Scheunenviertel Schlüsselburg stehen 26 Scheunen, die ältesten von ihnen stammen aus dem 17. Jahrhundert.

Porta Westfalica
Durch den Zusammenschluss von 15 Gemeinden entstand 1973 die jetzige Stadt Porta Westfalica, deren Name auf ihre Lage am Durchbruchstal von Weser und Wiehengebirge hinweist. Porta Westfalica ist mit Petershagen eine von zwei Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die zum größten Teil östlich der Weser gelegen ist. Porta Westfalica verfügt über eine Fläche von 105,18 km² mit rund 35 000 Einwohnern. Der Name Porta Westfalicas stammt nicht, wie oft fälschlich angenommen, aus den Zeiten der Römer, sondern aus dem 18. Jahrhundert, als das Lateinische gemeinsam mit dem Französischen bei Adligen als Modesprache galt. Das Museum für Bergbau und Erdgeschichte besteht seit 1995 und beinhaltet eine Ausstellung, die die 100-jährige Geschichte des Abbaus von Eisenerz behandelt. Die im 10. Jahrhundert erbaute Wittekindsburg auf der Höhe des Wiehengebirges wird heute als Restaurant genutzt. Es gibt in Porta Westfalica 16 Naturschutzgebiete, darunter als größtes der Wittekindsberg, der sich über 111,7 Hektar erstreckt, während das Gebiet Nammer Klippen 74,10 Hektar umfasst. Mehrere Fernwanderwege berühren Porta Westfalica, darunter der europäische Fernwanderweg E 11, der von Den Haag bis Masuren führt, sowie der 90 Kilometer lange Wittekindweg nach Osnabrück, der in Porta Westfalica beginnt.

Preußisch Oldendorf
Als kleinste Kommune des Kreises Minden-Lübbecke verfügt Preußisch Oldendorf über eine Fläche von 68,79 km² bei einer Einwohnerzahl von rund 12 750. Im 10. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt, erhielt Oldendorf 1719 den Status einer Stadt. Zur besseren Unterscheidung im Post- und Bahnverkehr wurde dem Ortsnamen im Jahre 1905 der Zusatz 'Preußisch' beigefügt. Mehrheitlich agrarwirtschaftlich genutzt, ist das Gebiet Preußisch Oldendorfs eher von ländlicher Prägung. Seit 1974 gilt Oldendorf als ausgewiesener Luftkurort. Sehenswert sind das Feuerwehrmuseum mit Gerätschaften aus vier Jahrhunderten sowie das Mühlenmuseum, das die Einrichtung und den Betrieb der Mühle zeigt. Interessante Bauwerke sind das spätbarocke Wasserschloss Schloss Hüffe, das gegen Ende des 13. Jahrhunderts errichtet wurde und das als Rittergut im 14. Jahrhundert erbaute Schloss Crollage sowie Gut Groß-Eggershausen, das in den Jahren 1491 bis 1510 ebenfalls als Rittergut erbaut worden ist. Zwei Naturschutzgebiete liegen auf dem Stadtgebiet: Die 86 Hektar großen Ellerburger Wiesen sowie Limberg und Offelter Berg mit einer Fläche von 186 Hektar.

Rahden
Rahden liegt im Norden Nordrhein-Westfalens und gehört zum Regierungsbezirk Detmold. Die Stadt verfügt bei etwa 15 550 Einwohnern über ein Areal von 137,35 km². Höchste Erhebung bildet das 'Hohe Feld' mit etwa 59 Metern. Erstmalig im Jahre 1033 in einer Urkunde des Kaisers Konrad II. erwähnt, war Rahden von 1816 bis 1831 Kreisstadt des Kreises Rahden. Das heutige Rahden entstand im Zuge einer Gebietsreform im Januar 1971. Interessante Bauwerke Rahdens sind neben anderen die Burgruine in Rahden-Kleinendorf, die Sankt Johannis-Kirche, die Bockwindmühle und die Rossmühle Rahden. Besichtigungswert ist außerdem der 'Große Stein von Tonnenheide' mit einer Länge von 10 Metern und einer Breite von 7 Metern. Die Höhe des Findlings beträgt 3 Meter.

Landkreis Northeim

Der Landkreis Northeim liegt im südlichen Niedersachsen und grenzt an die Landkreise Holzminden, Hildesheim, Goslar, Osterode am Harz, Göttingen, Kassel in Hessen und Höxter in Nordrhein-Westfalen. Der Landkreis erstreckt sich über eine Fläche von 1 267,04 km² bei einer Einwohnerzahl von rund 137 670. Im Landkreis Northeim finden sich die Städte Bad Gandersheim, Dassel, Einbeck, Hardegsen, Moringen, Northeim und Uslar.

Bad Gandersheim
Das Solebad Bad Gandersheim, das nach der Dichterin Roswitha von Gandersheim benannt ist und aus diesem Grunde auch als Roswitha-Stadt bekannt ist, liegt zehn Kilometer westlich des Harzes. Bad Gandersheim zählt bei einer Fläche von 90,49 km² rund 10 250 Einwohner und ist überwiegend von bergiger Beschaffenheit. Der Sachsenherzog Liudolf gründete im Jahre 852 das Stift Gandersheim, und bereits 990 wurde der Stadt von Kaiserin Theophanu das Zoll-, Münz- und Marktrecht verliehen. Von den 1960ern bis in die 80er Jahre wurde der Kurbetrieb Bad Gandersheims enorm ausgebaut und in den 1990er Jahren die gesamte Innenstadt umgestaltet, sodass nun vor dem Markt und der Stiftskirche eine Fußgängerzone zum Bummeln einlädt. Bad Gandersheims bekannteste Bauwerke sind die Georgskirche als älteste Pfarrkirche der Stadt, das historische Fachwerkhaus Am Bracken, die historische Altstadt, das Rathaus und viele weitere sehenswerte Bauten. Bad Gandersheim hat mehrere Kurparks, worunter sich beispielsweise der Seekurpark und der Bergkurpark befinden. Ein Naturdenkmal der besonderen Art ist die etwa 210 Jahre alte Kopfbuche bei Gremsheim, die als älteste Süntelbuche der Welt gilt.

Dassel
Die Kleinstadt Dassel im Süden Niedersachsens hat mit fünf Höhenzügen im nahen Bereich eines der vielfältigsten niedersächsischen Landschaftsbilder zu bieten. Bei etwa 10 030 Einwohnern verfügt Dassel über eine Fläche von 113, 02 km² und grenzt an den Naturpark Solling-Vogler. Während nahezu 62 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt werden, sind etwa 26 % bewaldet. Der Ort wurde bereits im Frühmittelalter urkundlich erwähnt, wurde  gegen 1100 zum Namensgeber des Grafengeschlechtes 'von Dassel' und erhielt im Jahre 1315 die Stadtrechte. An Sehenswürdigkeiten bietet Dassel die Laurentius-Kirche, die Sankt Michael-Kirche, die Stadtmühle am Marktplatz sowie zahlreiche Fachwerkhäuser. Der nahezu kreisrunde mittelalterliche Stadtkern ist an vielen Stellen von der Stadtmauer umgeben, diee jedoch keine Stadttore mehr aufweist. Der Heukenberg sowie der Standort der Drei Linden zählen ebenso zu den sehenswerten Elementen der Landschaft wie die Eichenallee bei Hunnesrück. In Hunnesrück befindet sich auch das Niedersächsische Hengstaufzuchtgestüt, dessen Geschichte sich bis ins Jahr 1866 zurückverfolgen lässt, als das Gestüt noch ein Remontedepot - also eine Ausbildungsstätte für junge Kavalleriepferde - war.

Einbeck
Die ehemalige Hansestadt Einbeck ist mit einer Einwohnerzahl von etwa 33 090 auf 231,31 km² die flächengrößte Stadt Süd-Niedersachsens und in ihrem Zentrum geprägt von über 150 Fachwerkhäusern aus der Zeit des Spätmittelalters. Bekannt ist Einbeck durch die jahrhundertealte Brautradition als 'Bierstadt'. Den Namen erhielt die Stadt von dem durch sie hindurch fließenden Bach, der auf niedermitteldeutsch 'Beeke' genannt wird. Im Jahre 1252 erhielt Einbeck die Stadtrechte, wurde 1540 bei einer Feuersbrunst nahezu vollständig zerstört, jedoch aufgrund des vorhandenen Reichtums sehr schnell wieder aufgebaut. Berühmt ist Einbeck durch das Bier gleichen Namens, das der Vorläufer aller 'Bockbiere' ist. Ebenfalls bekannt wurde die Stadt durch den Einbecker Blaudruck, der als 1638 gegründeter Familienbetrieb der älteste Handwerksbetrieb Europas ist. Im historischen Stadtkern sind spätmittelalterliche Fachwerkbauten sehr gut erhalten. Auch die Deutsche Fachwerkstraße nimmt ihren Verlauf durch Einbeck. Als Wahrzeichen des Ortes gilt das Alte Rathaus mit drei spitzen Türmen, das aus dem 16. Jahrhundert stammt und sich am Marktplatz befindet.

Hardegsen
Die Kleinstadt Hardegsen im Landkreis Northeim wird auch als Tor zum Solling bezeichnet und ist umgeben von einem Netz von Wanderwegen. Bei einer Fläche von 83,87 km² hat Hardegsen rund 8 000 Einwohner. Erstmals urkundlich im Jahre 1020 als Hiridechessun erwähnt, belegt der Fund eines Bronzebeils aus der mittleren Bronzezeit eine frühere Besiedlung des Ortes. Herzog Otto 'der Quade' verlieh dem Ort 1383 die Stadtrechte. Viele Male wurde der Stadtkern Hardegsens von Brandkatastrophen in Mitleidenschaft gezogen, doch der Großbrand von 1678 war das schlimmste Ereignis in der Ortsgeschichte. Das 1416 erbaute Rathaus gilt als eines der repräsentativsten Gebäude. Weitere sehenswerte Gebäude Hardegsens sind die Burg Hardeg aus dem 12. Jahrhundert, die Stadtkirche Sankt Mauritius und der mittelalterliche Wachturm mit Teilen der Stadtmauer.

Moringen
Die Kleinstadt Moringen liegt im Moringer Becken und wird vom oberen Lauf des Flüsschens Moore durchzogen. Moringen hat etwa 7 190 Einwohner auf einer Fläche von 82,25 km². Es wurde erstmals 983 urkundlich erwähnt, es bleibt jedoch unklar, zu welchem Zeitpunkt Moringen die Stadtrechte erhielt. Als gesichert gilt jedoch, dass der Ort um 1350 bereits den Status einer Stadt besaß. 1734 wurde fast die ganze Stadt durch ein Feuer zerstört, wobei innerhalb weniger Stunden 270 Gebäude in Flammen standen. Lediglich das Stadtviertel nördlich der alten Burg und der Pfarrkirche blieb von der Katastrophe verschont. Neben dem Heimatmuseum Moringen sind die KZ-Gedenkstätte sowie das Töpfereimuseum Keramikum zu besichtigen.

Northeim
Die Europastadt und ehemalige Hansestadt Northeim ist Sitz des Landkreises Northeim und hat bei einer Fläche von 145,67 km² rund 29 150 Einwohner. Nach Einbeck ist Northeim die flächenmäßig zweitgrößte Stadt in Südniedersachsen. Für das Northeimer Gebiet sind Besiedlungen bereits in der jüngeren Steinzeit nachgewiesen. Um die Zeit der Geburt Christi lebten hier Cherusker, die sich mit dem späteren Volk der Sachsen vermischten. Die erste Erwähnung Northeims als Stadt stammt aus dem Jahre 1204, die Stadtrechte wurden im Jahre 1252 vergeben. Die Altstadt Northeims, die überwiegend aus Fachwerkhäusern des 16. bis 18. Jahrhunderts besteht, ist sehr gut erhalten. Daneben sind noch große Teile der ehemaligen Stadtmauer zu besichtigen. Weitere Sehenswürdigkeiten Northeims gibt es im 'Gesundbrunnen', zu dem auch einige Schwefelteiche gehören, in der 'Freilichtbühne Niedersachsen', die ursprünglich als Thingplatz geplant war, sowie dem Aussichtsturm 'Wieterturm' aus dem Jahre 1880.

Uslar
Die Kleinstadt Uslar ist anerkannter Erholungsort und wird auch das Tor zum Solling genannt. Etwa 14 550 Einwohner leben auf einer Fläche von 113,4 km².  Es wird aufgrund von Bodenfunden vermutet, dass sogenannte 'Bandkeramiker' (benannt nach den typischen Verzierungen ihrer Gefäße) bereits in der jüngeren Steinzeit den Raum um Uslar besiedelten. Den Namen Uslar kann man etwa mit dem Begriff Sumpf-Wald deuten. Um 1006/1007 wird der Ort als 'Huslere' von dem Grundherrn Luthardus erstmalig erwähnt. Herzog Albrecht I. von Braunschweig verlieh Uslar im Jahre 1263 die Stadtrechte. In Schönhagen existiert seit dem Jahr 2008 ein sehenswertes Baumhaus-Hotel, das eine Besonderheit in der Region darstellt. Durch Uslar führen die Deutsche Fachwerkstraße, die Frau-Holle-Route, die Bestandteil der Deutschen Märchenstraße ist, und die Straße der Weserrenaissance. Sehenswerte Bauwerke sind das 1476 gebaute Fachwerk-Rathaus, die Fachwerkfassaden der Bürgerhäuser in der Innenstadt, das Brau- und Backhaus, das städtische Heimatmuseum sowie der Aussichtsturm auf dem Großen Steinberg, der eine Aussicht bis zum Harz ermöglicht. Der Schlosspark, der Forstgarten und der Wasserpark mit Stiftsgarten laden ebenso zum Verweilen ein wie der Alaris Schmetterlingspark, in dem es frei fliegende Schmetterlinge zu bewundern gibt.

Landkreis Schaumburg

Der Landkreis liegt westlich Hannovers im mittleren Niedersachsen und ist landschaftlich im Süden geprägt von Weserbergland und dem Wesergebirge. Nördlich, am Beginn der Norddeutschen Tiefebene, grenzt der Schaumburger Wald. Der Landkreis Schaumburg erstreckt sich über eine Fläche von 675,59 km² und zählt rund 160 000 Einwohner. Im Landkreis Schaumburg liegen die Städte Bückeburg, Obernkirchen, Rinteln und Stadthagen.

Bückeburg
Bückeburg ist Sitz des Staatsgerichtshofes Niedersachsen und liegt am Höhenzug Harrl, etwa 50 Kilometer westlich von Hannover. Bei einer Fläche von 68,84 km² zählt Bückeburg rund 20 400 Einwohner. Zeugen einer ersten Besiedlung bereits um 4 000 vor Christus sind kugelförmige Handmühlsteine und Steinbeile, die am Ort ausgegraben worden sind und im Heimatmuseum ausgestellt werden. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort als 'Bukkigau' zur Zeit der Sachsen. Nachdem Bückeburg im Jahre 1365 das Fleckenrecht erhielt, verlieh Fürst Ernst im Jahre 1609 das Stadtrecht. Eine Besonderheit ist die 'Westerten-Dracht' genannte Bückeburger Tracht, die westlich Schaumburgs getragen wurde. In Bückeburg findet sich neben dem 'Museum Bückeburg für Stadt- und Schaumburg-Lippische Landesgeschichte' auch ein 'Hubschraubermuseum'. Sehenswert sind die Bückeburger Innenstadt, die Stadtkirche, Schloss Bückeburg sowie das Mausoleum, die alte Jetenburger Kirche und im Schaumburger Wald das Jagdschloss Baum.

Obernkirchen
Obernkirchen liegt nahe der bekannten Obernkirchener Sandsteinbrüche und hat bei einer Fläche von 32,55 km² etwa 9 210 Einwohner. Einen großen Teil der Stadtfläche nimmt der bewaldete Bückeberg ein. Maschinenindustrie, Glas und Sandsteinbrüche sind die wichtigsten Wirtschaftszweige des Ortes. Eine Mindener Chronik Ludwigs des Frommen erwähnt das Kloster Obernkirchen, das als älteste Niederlassung der Geistlichkeit zwischen Leine und Weser gilt. Kaiser Barbarossa verlieh dem Ort 'Overeenkerken' im Jahre 1181 zu Erfurt die 'Marktgerechtigkeit'. Das 'Fleckenrecht' wurde dem Ort im Jahre 1565 von Graf Otto IV. von Schaumburg verliehen, und Graf Ernst von Schaumburg verhalf Obernkirchen im Jahre 1615 zum Stadtrecht. Die Produktion von Glas, Gewinnung von Steinkohle sowie der Abbau von Sandstein prägten stark das Leben und die wirtschaftliche Entwicklung. Interessant ist, dass das Weiße Haus in Washington größtenteils aus Obernkirchener Sandstein besteht. In Obernkirchen wurde auch 1799 die anerkannt älteste Glashütte der Region gegründet. Das dem 'Turnvater Jahn' gewidmete  Jahn-Denkmal ist auf dem Bückeberg zu bewundern und trägt neben dem Turnerkreuz ein Bildnis von Friedrich Ludwig Jahn.

Rinteln
Die einstige Universitätsstadt zählt landschaftlich zum Naturpark Weserbergland Schaumburg Hameln und hat etwa 26 740 Einwohner auf einem Areal von 109 km². Rinteln baut auf seinen Flächen bereits seit Jahrzehnten Kies, Sand und Stein ab; ausgebeutete Flächen werden renaturiert und zum Teil zu Erholungsflächen ausgebaut. Die Anfänge Rintelns gehen zurück bis ins 11. Jahrhundert. Die Stadtrechte erhielt der Ort 1239 und war ab dem Jahr 1391 zur Erhebung von Wegezoll berechtigt. 1392 kam das Messeprivileg hinzu, wodurch die Bedeutung der Stadt auch für das Umland erheblich stieg. Rinteln besitzt eine Fachwerk-Altstadt, deren Mittelpunkt der Marktplatz mit der Stadtkirche Sankt Nikolai und dem Ratskeller ist. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem der Münchhausen-Hof, die Eulenburg mit dem Museum Rinteln, Kloster Möllenbeck, der Prinzenhof sowie das Alte Museum und die Burg Schaumburg.

Stadthagen
Die einstige Universitätsstadt und Kreisstadt des Landkreises Schaumburg liegt etwa 40 Kilometer im Westen Hannovers und zählt etwa 22 220 Einwohner auf einer Fläche von 60,27 km². Die Stadtrechte wurden Stadthagen 1344 verliehen. 1501 wurde mit dem Abbau von Steinkohle begonnen, der ab etwa 1902 mit damals modernsten Mitteln seine Blütezeit fand und bis zum Jahre 1961 betrieben wurde. Stadthagen besitzt eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. So gibt es das Heimatmuseum in der Amtspforte, die Klosterkirche, das Alte Rathaus, den Landsbergschen Hof, der heute als Stadtbibliothek genutzt wird, das 1575 erbaute Haus zum Wolf, das als eines der schönsten Fachwerkhäuser der Stadt gilt, die Wallanlagen rund um die Altstadt, den alten Festungsturm und das Rittergut Remeringhausen. Ebenfalls sehenswert sind der Stadtgarten mit seinem Teich und der Schlosspark mit dem alten Baumbestand.

Bauberatung, Bauplanung und Hausbau als Massivhaus im Weserbergland

Haus als Massivhaus im Weserbergland bauenWir beraten, planen und bauen für Sie Ihr Eigenheim als Einfamilienhaus, Doppelhaus oder Bungalow.  Bei unseren Häusern können Sie zwischen einem Sattel-, Walm- oder Pultdach, einem Eigenheim mit Keller oder Bodenplatte und individuellen Ausstattungsvarianten wählen. Wir bauen für Sie Rohbauten, Ausbauhäuser oder schlüsselfertige Eigenheime. Sollten schon Baupläne vorhanden sein, unterbreiten wir Ihnen gern ein unverbindliches Hausangebot. Die Bauausführung erfolgt durch zuverlässige Bauunternehmen und Handwerker, deren Ziel es ist, sehr gute Qualität zu liefern.
Wir sind erfahrene Berater, Architekten, Ingenieure, Techniker  und Handwerker. Sie erhalten in jeder Etappe, von der Beratung bis zum fertigen Haus, nur die beste Beratung und Unterstützung. Bei uns stehen Ihre Vorstellungen und Wünsche immer im Mittelpunkt. Das fängt schon bei der Bauberatung an und setzt sich mit der individuellen Bauplanung nach Ihren Vorgaben hinsichtlich des Grundrisses, der Architektur und des Budgets fort. Und auch beim Hausbau gehen unsere Bauunternehmen auf jeden machbaren Wunsch von Ihnen ein. Weil ein energieffizientes Haus nicht nur gut und wichtig für die Umwelt ist, sondern sich auch positiv auf Ihre Energiekosten auswirkt, entsprechen unsere Häuser immer den energetischen Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Selbstverständlich können Sie Ihr Massivhaus bei uns auch als "KfW-Effizienzhaus" planen und bauen.

 

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